THUN/LIECHTENSTEIN – Am Wochenende traf sich die Leichtathletik-Jugend aus der ganzen Schweiz zum grossen UBS Team-Finale in Thun. Mitten drin: Zwei Mannschaften aus dem Fürstentum Liechtenstein, die mit Leidenschaft, Teamgeist und Kampfwillen beeindruckten – trotz harter Konkurrenz und unglücklicher Umstände.
Früh aufstehen hiess es für das U16 Boys-Team, das gemeinsam mit dem TV Mels antrat. Um 4:30 Uhr ging’s los Richtung Thun – ein Startzeitpunkt, der seinen Tribut forderte. Mit im Team: Jaron Oehler und Noah Roth aus Liechtenstein. Der Wettkampf begann um 8 Uhr – zu früh für die vollen Kraftreserven. Das Team musste gegen ältere Gegner antreten und konnte ihr Potenzial nicht ganz ausschöpfen. Dennoch: Der 11. Schlussrang ist ein respektables Resultat – allein die Qualifikation für das Schweizer Finale ist bereits ein grosser Erfolg.
Die U12 Boys vom FL (Sebastian Diehr, Julian Brantschen, Yannick Metzler, Robin Tinner, Jonas Schallberger, Livio Keel) trafen ebenfalls auf ein starkes Teilnehmerfeld. Gegner wie Zürich, Lausanne, Genf oder Frauenfeld sorgten für Spannung – doch das FL-Team hielt mit beeindruckendem Einsatz dagegen. Beim Biathlon kam es zu einer ärgerlichen Panne: Die Jury verzählte sich bei den Runden, was trotz Einsprache nicht korrigiert werden konnte – das Reglement sieht keine Korrekturen vor. Am Ende bedeutete dies Rang 7, obwohl mit korrekt gezählten Runden sogar Rang 5 möglich gewesen wäre. Doch auch so: Ein Spitzenresultat unter den besten Schweizer Teams!
Die starke Nachwuchsarbeit im FL zeigt Wirkung – das wurde auch am Nachwuchshallenmeeting in St. Gallen letzte Woche deutlich. „Ich wurde dort vom LC Brühl und nun in Thun von Lausanne auf den jüngsten Athleten angesprochen“, erzählt ein Betreuer – ein schönes Zeichen dafür, dass das Engagement der regionalen Vereine weit über die Landesgrenzen hinaus Beachtung findet.
Das Fazit: Liechtenstein darf stolz auf seinen Nachwuchs sein. Die Basis für eine sportliche Zukunft ist gelegt – und die nächsten Generationen machen Lust auf mehr.